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Zum Ende der Seite springen Ein Psalm (nicht nur) für Mütter
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anna-wehra
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Beiträge: 40.938

smile Ein Psalm (nicht nur) für Mütter Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23,1-6 (Luth)


Dieser Psalm begleitet mich schon sehr lange durch mein Leben. Immer wieder begegnet er mir und über meinem Schreibtisch hängt ein großes Bild mit diesem Psalm.
Viele Bücher sind darüber geschrieben worden, z.B. hat sich Phillip Keller, selber Schafzüchter intensiv mit diesem Psalm auseinander gesetzt, oder auch Max Lucado, der dazu ein sehr gutes Buch geschrieben hat.

Es hat mich immer wieder fasziniert, welche Parallelen es zwischen Schafen und Menschen gibt, wie ähnlich sie sich doch hinsichtlich ihrer Bedürftigkeit um Führung im Leben sind.

Heute möchte ich einmal den sicher unvollkommenen und vielleicht gewagten Versuch machen, den Vergleich zwischen Müttern und ihren Kindern hinsichtlich dieses Psalms zu ziehen.

In Vers 1 und 2 lesen wir:

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.


Dazu fällt mir sofort das Bild eines zufriedenen Säuglings an der Brust seiner Mutter ein. Nichts mangelt dem Baby, es hat und spürt alles an der Brust seiner Mutter was es benötigt: Nahrung, Wärme, Nähe, Geborgenheit, Schutz, Sicherheit, Liebe – alles was dieses kleine Bündel Mensch braucht findet es hier an der Brust in den Armen der Mutter.
Diese Geborgenheit und dieses mit allem versorgt werden was wir zum Leben brauchen ist es, was wir bei Gott finden dürfen, wenn wir uns ganz ihm anvertrauen.

Im dritten Vers heißt es dann:

Er erquickt meine Seele.

Stellt euch einmal ein kleines Kind vor, dass morgens neben der Mama oder in seinem Bettchen erwacht. Es beginnt zu lachen wenn es das vertraute Gesicht seiner Mutter erblickt und freut sich. Erquickung – ein gutes Wort, dass man mit Erfrischung, Labsal, Hochgenuss oder Balsam übersetzen könnte. Das Kind sieht das Gesicht der Mutter und ist erquickt – so möchte Gott uns erquicken, erfrischen, und laben wenn wir uns ihm zuwenden, wenn wir mit ihm reden oder auf sein Wort hören.

Weiter heißt es in demselben Vers:

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Das ist es was Mütter tun: wir leiten und begleiten unsere Kinder auf rechte Wege – wir bringen ihnen bei, was gut und was richtig ist und versuchen sie vor falschen Wegen zu warnen. Nichts anderes tut Gottes Wort die Bibel. Sie gibt uns Wegweisung, Ratschlag, Korrektur und zeigt uns einen guten Weg auf, den es zu gehen lohnt.
Ein Kind das seine Eltern liebt wird diese Wege annehmen (nun ja, vielleicht nicht unbedingt in der Pubertät, da probiert es oft Wege aus die uns Eltern Kummer machen.)
So ist es auch mit uns und Gott: wenn wir Gott lieben, so werden wir auf seinen Wegen gehen weil wir erkennen können, dass es gute Wege sind die er uns zeigt, weil er uns lieb hat und weil Gott unser Bestes möchte!
Und selbst dann, wenn wir Wege gehen die falsch sind, mit denen wir Gott betrüben hört Gott nicht auf uns zu lieben und versucht uns liebevoll auf den richtigen Weg zurück zu führen.

Auch der 4. Vers zeigt am Beispiel von Mutter und Kind deutlich, wie Gott uns begleiten möchte. Da heißt es:

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Da es tagsüber unerträglich heiß ist, finden Wanderungen mit der Herde nur in der Nacht statt, wenn es kühler ist. Dann wird von einem Weideplatz zum andern umgesetzt.

Der Hirte / Schäfer geht seiner Herde voraus. Wer die tiefen Schluchten in der judäischen Wüste kennt, weiß, was das bedeutet, wenn es links oder rechts hunderte von Metern senkrecht abwärts geht. Und da ist es tröstlich zu sehen, was es heißt, einen "Stecken und Stab" zu haben.

Mit dem Stecken schlägt der Hirte an die Felswand. Er und die Schafe hören: Wir sind auf sicherem Weg. Mit dem Stab tastet der Hirte den Untergrund vor und neben sich ab ob er noch Halt findet. Tröstlich zu wissen: Mein Hirte hat Stecken und Stab zu meiner Sicherheit!

Vermutlich haben die meisten von euch schon einmal ein krankes Kind begleitet. Ob es nun Halsschmerzen-, Ohrenschmerzen, Bauchweh oder gar eine OP war was euerem Kind Schmerzen und Angst bereitet hat, ist dabei gar nicht vorrangig. Entscheidend ist: das Kind musste da durch und ihr konntet ihm nicht die Schmerzen abnehmen. Doch ihr konnten bei eurem Kind sitzen, oder das Kind durfte auf euren Arm sein und ihr konntet es durch eure Nähe, eure Stimme, einfach durch eure Anwesenheit trösten. Es hat gespürt: ich bin nicht alleingelassen in meinem Schmerz, ich werde gehalten und da ist jemand der mich nicht alleine lässt, egal wie elend ich mich auch fühle. Die Anwesenheit der Mutter, ihre Stimme, ihre tröstende Hand ist gleichsam für das Kind Stecken und Stab der Sicherheit und Schutz gibt.
Das spüren und wissen die Kinder auch – darum läuft ein Kind das sich ängstigt oder das Schmerzen hat auch zu seiner Mutter und seinem Vater, weil es sich dort am sichersten und getröstetsten weiß.

Das durfte ich auch immer wieder bei Gott erfahren: auch wenn es mir nicht gut geht und ich mich elend fühle: Gott ist trotzdem da und hält mich und diese Gewissheit gibt mir Trost und neuen Mut – auch in schlimmen Zeiten!

Gottes Gegenwart und ordnende Hand ist kein Gefühl, sondern eine unumstößliche Tatsache auf die wir uns fest verlassen dürfen!!

Im Vers 5 lesen wir:

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Auch Kinder kommen in ihrem Leben in Situationen, in denen sie von anderen schlecht behandelt werden. Wie gut, dann zu wissen, ich kann damit zu Mama oder Papa kommen und sie beschützen mich, sie helfen mir und sie stärken mich neu, ja sie bereiten mich auf schwierige Situationen vor und geben mir das Rüstzeug mit auf den Weg das ich brauche, dass manch ein Angriff an mir abprallen lässt!

Das Haupt mit Öl salben war letztlich nichts anderes als ein Schutz für die Schafe. Es gibt eine kleine Fliege, die in die Nasenlöcher der Schafe ihre Eier legt. Die Larven der Fliege dringt bis in die Nebenhöhlen oder das Gehirn der Schafe vor und können so das Schaf töten. Dem beugt man mit dem Ölen der Köpfe vor. Die Fliegen können im Öl ihre Eier nicht ablegen und so ist das Schaf durch das ölen des Hauptes geschützt.

Genauso dürfen wir unsere Kinder stark machen vor Angriffen – wir ermutigen sie, wir stärken ihr Selbstbewusstsein und zeigen ihnen wie man sich schützen aber auch, wie man sich wehren kann.

Auch in meiner Beziehung zu Gott erlebe ich immer wieder, dass Gott mich stärkt und mit dem ausrüstet was ich nötig habe wenn andere mir übel mitspielen wollen.


Im Vers 6 lesen wir schließlich:

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

In einer anderen Bibelübersetzung (HfA) heißt es:
Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.


So ist es auch mit unseren Kindern: wir werden sie immer lieben und egal welche Wege sie auch einschlagen, unserer Liebe können sie sich immer gewiss sein, selbst dann, wenn sie Dinge tun, die wir nicht gutheißen können. Sie sind in unserem Haus auch dann noch willkommen, wenn sie eigene Wege gehen und schon lange ausgezogen sind.

So ist auch die Liebe Gottes: sie begleitet uns ein Leben lang und wird uns immer folgen, egal wo auch immer wir hingehen. Auch in schwierigen Zeiten dürfen wir zu ihm kommen so wie ein Kind mit seinem Kummer zu seinen Eltern geht und auch wenn es uns nicht gut geht – in Zeiten des Leids und der Not, ist Gott an unserer Seite, hält uns ganz fest, so wie die Mutter ihr Bauchwehbaby und lässt uns in unserem Schmerz nicht alleine.

Das zu wissen ist gut und tröstlich und so ist dieser wunderbare Psalm 23 auch und vielleicht gerade ein Psalm für uns Mütter und Väter.


©Annegret Ellerbusch


__________________

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. < 4. Mo. 6,24-26 >
Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, / schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. < Ps. 62,9 >
Meine persönlichen Jahreslosungen für 2016

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anna-wehra
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smile Überarbeitet und ergänzt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23,1-6 (Luth)


Dieser Psalm begleitet mich schon sehr lange durch mein Leben. Immer wieder begegnet er mir und lange hing über meinem Schreibtisch ein großes Poster mit diesem Psalm.
Viele Bücher sind darüber geschrieben worden, z.B. hat sich Phillip Keller, selber Schafzüchter intensiv mit diesem Psalm auseinander gesetzt, oder auch Max Lucado, der dazu ein sehr gutes Buch geschrieben hat.

Es hat mich immer wieder fasziniert, welche Parallelen es zwischen Schafen und Menschen gibt, wie ähnlich sie sich doch hinsichtlich ihrer Bedürftigkeit um Führung, Leitung und Schutz im Leben sind.

Vor einiger Zeit habe ich mir diesen Psalm einmal näher betrachtet und zwar habe ich die Andacht auf dem Stillkongress gehalten und darum den vielleicht etwas gewagten Versuch unternommen, Vergleiche zwischen diesem Psalm auf der einen und Müttern und ihren Kindern auf der anderen Seite zu ziehen.
Für heute habe ich das noch etwas erweitert und aufgearbeitet. Bitte seht mir nach wenn ich oft von Müttern und Kindern bzw. Babys spreche – natürlich sind Väter genauso gemeint!

Schauen wir uns also die folgenden Verse etwas genauer an:

Vers 1 und 2:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.


Dazu fällt mir sofort das Bild eines zufriedenen Säuglings an der Brust seiner Mutter ein. Nichts mangelt dem Baby, es hat und spürt alles an der Brust seiner Mutter was es benötigt: Nahrung, Wärme, Nähe, Geborgenheit, Schutz, Sicherheit, Liebe – alles was dieses kleine Bündel Mensch braucht findet es hier an der Brust in den Armen der Mutter.
Diese Geborgenheit und dieses mit allem versorgt werden was wir zum Leben brauchen ist es, was wir bei Gott finden dürfen, wenn wir uns ihm ganz anvertrauen.

Was bedeutet das für mich, als Tochter oder als Sohn des großen Königs?
Wenn ich mich ganz nah bei Gott halte, dann werde ich alles bekommen was ich benötige um erfrischt und erquickt zu werden. Wie das geht?
Ich denke auf mancherlei Weise:

  • im Gebet
  • durch lesen in der Bibel
  • singen von Lob- und Dankliedern – loben verändert die Blickrichtung, Danken lenkt den Blick auf das was gut ist und war, weg von den Dingen die nicht gelingen oder die schwierig sind
  • Gespräch mit Glaubensgeschwistern
  • und für mich auch in der Natur, wenn ich sehe und erlebe, wie wunderbar Gott die Welt geschaffen hat


Gerade komme ich aus dem Urlaub zurück, ich durfte meine Urlaubszeit auf der Insel Juist verbringen. Wenn ich dort im Spülsaum entlang wandern konnte, oder durch die Dünen lief, oder auch bei meiner Wanderung rund um den Hammersee, dann konnte ich auftanken. Dort hatte ich trotz der vielen Menschen die auf der ausgebuchten Insel waren oft das Gefühl, mit Gott in er wunderbaren Natur alleine sein zu dürfen. Ich habe beim Spazieren gehen oft laut gesungen und gebetet.
Frisches Wasser ….. grüne Aue – das muss also keine Wiese oder eine Bergquelle sein, das kann die raue Nordsee ebenso sein wie Dünen, Wald oder Felder oder vielleicht auch dein Garten. Entscheidend scheint mir zu sein, dass ich es in Verbindung mit meinem Schöpfer erlebe: die Natur als Gottes Schöpfung sehen und erleben und mit betendem und dankbaren Herzen die wunderschöne Schöpfung mit allem was dazu gehört zu genießen.

Vers 3:
Er erquickt meine Seele.

Stellt euch einmal ein kleines Kind vor, dass morgens neben der Mama oder in seinem Bettchen erwacht. Es beginnt zu lachen wenn es das vertraute Gesicht seiner Mutter / seiner Eltern erblickt und freut sich.
Erquickung – ein gutes Wort, dass man mit Erfrischung, Labsal, Hochgenuss oder Balsam übersetzen könnte. Das Kind sieht das Gesicht der Mutter und ist erquickt.

Ich denke so ist es auch, wenn ich auf Gott schaue. Gott möchte, dass wir auf ihn sehen, damit er uns erquicken und erfrischen kann. Schaue ich auf alles um mich herum was mich belastet, auf das was schwierig ist in meinem Leben, dann ist es schwer erfrischt zu werden.
Wenn ich sehe was in der Welt passiert, oder meine persönlichen Schwierigkeiten, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Probleme mit den Kindern, finanzielle Nöte oder Stress und Ärger im Beruf, dann kann ich ja nur missmutig, traurig und verzagt oder gar verzweifelt werden.

Schaue ich aber auf Gott, auf das was er mir schenkt und schenken möchte, in der Natur, durch Freunde, liebe Geschwister und vor allem durch das was er durch Jesus Christus am Kreuz für mich getan hat, dann darf ich mich von Gott erfrischen lassen.

Wenn ich mich Gott zuwende, auf ihn sehe, wenn ich mit ihm reden oder in seinem Wort lese, dann kann Gott mich erquicken und erfrischen. Blick verändern – weg von dem Schwierigen hin zu Gott mit allem was er für mich bereit hat.

Weiter heißt es in demselben Vers:

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Das ist es was Mütter und Väter tun: wir leiten und begleiten unsere Kinder auf rechte Wege – wir bringen ihnen bei, was gut und was richtig ist und versuchen sie vor falschen Wegen zu warnen. Nichts anderes tut Gottes Wort die Bibel. Sie gibt uns Wegweisung, Ratschlag, Korrektur und zeigt uns einen guten Weg auf, den es zu gehen lohnt.
Ein Kind das seine Eltern liebt und dessen Eltern den Kindern in Liebe den Weg weisen, da wird das Kind sich an diesen Wegweisungen orientieren (nun ja, vielleicht nicht unbedingt in der Pubertät, da probiert es oft Wege aus die uns Eltern Kummer machen.) Nicht falsch verstehen, Kinder sollen und müssen eigene Wege ausprobieren, aber sie können durch uns lernen was gut und richtig ist und diesem Weg nach eifern, trotzdem sie ihr Leben selber gestalten und vielleicht ganz anders führen als wir es täten. Es gilt, ihnen zu zeigen was gut und richtig ist, entscheiden und gehen müssen sie schon alleine.
Wenn sie dann erwachsen sind und Wege gehen die wir nicht gut heißen, dann hören wir dennoch nicht auf sie zu lieben. Sie bleiben unsere Kinder und wenn sie zu uns kommen weil sie nicht mehr weiter wissen und um Rat fragen, dann werden wir ihnen helfen so gut wir können und sie nicht abweisen.

So ist es auch mit uns und Gott: wenn wir Gott lieben, so werden wir auf seinen Wegen gehen weil wir erkennen können, dass es gute Wege sind die er uns zeigt, weil er uns lieb hat und weil Gott unser Bestes möchte! Das setzt zum einen voraus, dass wir wissen was Gott für uns möchte – dazu haben wir Gottes Wort und zum anderen setzte es unsere Entscheidung voraus, dass wir uns bewusst für Jesus entscheiden und ihm nachfolgen wollen.

Und selbst dann, wenn wir Wege gehen die falsch sind, mit denen wir Gott betrüben hört Gott nicht auf uns zu lieben und versucht uns liebevoll auf den richtigen Weg zurück zu führen. Durch Jesus Christus dürfen wir immer wieder umkehren und neu anfangen. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was wir nicht durch Jesus neu machen lassen könnten. Alles was wir an Umwegen und falschen Wegen gehen, Wege die uns von Gott weg bringen und die ins Leere laufen, von jedem Weg können wir wieder umkehren und uns neu auf Gott ausrichten. Das geht, weil Jesus für uns am Kreuz gestorben ist und alles was Gott nicht meint ans Kreuz getragen hat.

Gott möchte mich auf richtigen Wegen führen, es geht um IHN und das was uns Gott näher bringt. Darum ist es gut für mich und mein Leben, wenn ich mich von Gott führen und leiten lasse. Wegweisung dazu gibt mir Gottes Wort, die Bibel.

Vers 4
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

In einem Buch, ich glaube es war von Phillip Keller, habe ich folgendes gelesen:
Da es in der judäischen Wüste tagsüber unerträglich heiß ist, finden Wanderungen mit der Herde in der Nacht statt, wenn es kühler ist. Dann wird von einem Weideplatz zum andern umgesetzt.

Der Hirte / Schäfer geht seiner Herde nicht hinterher, er treibt sie nicht an wie wir vielleicht meinen könnten, sondern er geht voraus. Wer die tiefen Schluchten in der judäischen Wüste kennt, weiß, was das bedeutet, wenn es links oder rechts hunderte von Metern senkrecht abwärts geht. Und da ist es tröstlich zu sehen, was es heißt, einen "Stecken und Stab" zu haben.

Mit dem Stecken schlägt der Hirte an die Felswand. Er und die Schafe hören: Wir sind auf sicherem Weg. Mit dem Stab tastet der Hirte den Untergrund vor und neben sich ab ob er noch Halt findet. Tröstlich zu wissen: Mein Hirte hat Stecken und Stab zu meiner Sicherheit!

Viele von euch haben sicher schon einmal ein krankes Kind begleitet. Ob es nun Hals-, Ohrenschmerzen, Bauchweh oder gar eine OP war was eurem Kind Schmerzen und Angst bereitet hat, ist dabei an dieser Stelle gar nicht wichtig. Entscheidend ist: das Kind musste da durch und ihr konntet ihm nicht die Schmerzen abnehmen. Doch ihr konnten bei eurem Kind sitzen, oder es auf dem Arm halten und ihr konntet es durch eure Nähe, eure Stimme, einfach durch eure Anwesenheit trösten. Es hat gespürt: ich bin nicht alleingelassen in meinem Schmerz, ich werde gehalten und da ist jemand der mich nicht alleine lässt, egal wie elend ich mich auch fühle und der das zusammen mit mir durchsteht, ja mehr noch, der mit mir mit leidet.
Die Anwesenheit der Mutter oder des Vaters, ihre Stimmen, tröstende Hände sind gleichsam für das Kind Stecken und Stab, der Sicherheit und Schutz gibt.
Das spüren und wissen die Kinder auch – darum läuft ein Kind das sich ängstigt oder das Schmerzen hat auch zu seiner Mutter und seinem Vater, weil es sich dort am sichersten und getröstet weiß.

Mein Hirte hat Stecken und Stab zu meiner Sicherheit!

Es wird immer Zeiten in meinem Leben geben wo es mir nicht gut geht, wo es Angst, Kummer und Not gibt – das gehört zu unserem irdischen Dasein einfach dazu. Doch wenn ich mich dann trotzdem zu Gott halte, dann ist die Not nicht einfach weg, aber ich weiß mich trotz allem Kummer bei Gott geborgen. In der Not Gottes Stecken und Stab zu spüren bedeutet Trost, das bedeutet neuen Mut zu bekommen, Kraft für den neuen Tag und die Gewissheit, dass Gott bei mir ist und weiß wie mein Weg weiter gehen wird.

Wer mich schon länger kennt weiß, dass auch mein Leben nicht immer einfach verlaufen ist. Doch je näher ich mich zu Gott gehalten habe, umso mehr durfte ich seinen Trost erfahren. Versuchte ich es aus eigener Kraft war es ungleich schwerer und es hat mich letzten Endes immer wieder zurück zu Gott gebracht. Dort durfte ich Trost erfahren, den mir sonst niemand geben konnte.

Gottes Gegenwart und ordnende Hand ist kein Gefühl, sondern eine unumstößliche Tatsache auf die wir uns fest verlassen dürfen und können!!

Vers 5:
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Auch Kinder kommen in ihrem Leben in Situationen, in denen sie von anderen schlecht behandelt werden. Wie gut, dann zu wissen, ich kann damit zu Mama oder Papa kommen und sie beschützen mich, sie helfen mir und sie stärken mich neu, ja sie bereiten mich auf schwierige Situationen vor und geben mir das Rüstzeug mit auf den Weg das ich brauche, dass manch ein Angriff an mir abprallen lässt!

Das Haupt eines Schafes mit Öl salben war letztlich nichts anderes als ein Schutz für die Schafe. Es gibt eine kleine Fliege (Dasselfliege), die in die Nasenlöcher der Schafe ihre Eier legt. Die Larven der Fliege dringt bis in die Nebenhöhlen oder das Gehirn der Schafe vor und können so das Schaf töten. Dem beugt man mit dem Ölen der Köpfe vor. Die Fliegen können im Öl ihre Eier nicht ablegen und so ist das Schaf durch das ölen des Hauptes geschützt.

Genauso dürfen wir unsere Kinder stark machen vor Angriffen – wir ermutigen sie, wir stärken ihr Selbstbewusstsein und zeigen ihnen wie man sich schützen aber auch, wie man sich wehren kann.

Auch in meiner Beziehung zu Gott erlebe ich immer wieder, dass Gott mich stärkt und mit dem ausrüstet was ich nötig habe wenn andere mir übel mitspielen wollen. Je mehr ich darüber weiß wie Gottes Wesen ist, je mehr ich mich mit Jesus und mit Gottes Wort beschäftige, umso mehr bin ich gefeit gegen Angriffe die mich schwächen wollen. Darum ist es so wichtig sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, zu wissen was Gott für mich bereit hält, mir immer wieder neu klar zu machen dass Gott seinen Sohn für mich gegeben hat, damit ich Gemeinschaft mit Gott haben darf – nicht nur im Hier und Jetzt, sondern auch nach meinem irdischen Tod in der Ewigkeit bei Gott. Denn wie ich glaube ich schon öfter gesagt habe, hält Gott für mich eine Wohnung bereit in der Ewigkeit!

Gott will Gemeinschaft mit mir – nicht nur zeitlich begrenzt sondern für immer.
Darum ist Jesus am Kreuz für mich gestorben, damit ich zu ihm gehören darf.
Damit ich Gemeinschaft haben darf mit dem König der Könige!
Damit du Gemeinschaft haben darfst mit dem König der Könige!
Du bist ein Königskind!

Wenn ich mir das in den Situationen bewusst machen kann wo Menschen mich angreifen, mich nieder machen wollen, dann kann ich getrost weiter gehen in dem Wissen: Gott selber salbt mein Haupt mit Öl, er sorgt dafür, dass mich solche Angriffe nicht vernichten, sondern dass ich durch Jesus letzten Endes als Sieger daraus hervorgehen darf!

Eine liebe Bekannte von mir pflegt es so auszudrücken:
Hinfallen, aufstehen, Krone gerade rücken, weiter gehen.
Königskinder, ja das sind wir!

Vers 6
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

In einer anderen Bibelübersetzung (HfA) heißt es:
Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.


So ist es auch mit unseren Kindern: wir werden sie immer lieben und egal welche Wege sie auch einschlagen, unsere Liebe wird sie immer begleiten und sie können sich dieser Liebe gewiss sein, selbst dann, wenn sie Dinge tun, die wir nicht gutheißen können. Und sie sind in unserem Haus auch dann noch willkommen, wenn sie eigene Wege gehen und schon lange ausgezogen sind.

Nein, ich werde nicht immer nur Sonnenschein und einen reich gedeckten Tisch in meinem Leben haben, es werden Stürme kommen, es wird manchmal vielleicht sehr schwierig werden – ich habe keine Garantie dafür, dass ich immer gesund sein werde, oder dass es mir finanziell immer gut gehen wird, ich habe keine Garantie dafür, dass meine Kinder gute Wege einschlagen oder dass ich immer ein sicheres Auskommen oder eine gute Arbeit habe. Ja, es wird Stürme geben gar keine Frage und manch ein Sturm wird schlimmer sein oder länger dauern als uns lieb ist.

Dennoch gilt: Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.
Ich darf sicher sein, dass ich immer in Gottes Nähe sein darf, weil Jesus mich teuer erkauft hat.
Ich darf sicher sein, dass ich immer zu Gott gehören darf, egal was auch immer geschieht und dass ich egal wo und wann jederzeit Gemeinschaft mit Gott haben darf und das über meinen Tod hinaus in der Ewigkeit bei Gott.
Nichts kann mich davon trennen!
Wir sind Königskinder!
Das ist wunderbar!

So ist die Liebe Gottes: sie begleitet uns ein Leben lang und wird uns immer folgen, egal wo auch immer wir hingehen. Auch in schwierigen Zeiten dürfen wir zu ihm kommen so wie ein Kind mit seinem Kummer zu seinen Eltern geht und auch wenn es uns nicht gut geht. Wenn wir falsche Wege gegangen sind auch dann dürfen wir wieder zurück gehen zu Gott und er wird uns mit offenen Armen empfangen (lest doch einmal das Gleichnis vom verlorenen Sohn, Luk. 15,11-32)
Und in Zeiten des Leides und der Not, ist Gott an unserer Seite, hält uns ganz fest, so wie die Mutter ihr Bauchwehbaby oder das Kind mit Ohrenschmerzen und lässt uns in unserem Schmerz nicht alleine.

Das zu wissen ist gut und tröstlich und so ist dieser wunderbare Psalm 23 auch und vielleicht gerade ein Psalm für uns Mütter und Väter.

Möge der Herr euer Hirte sein
Möge ER euch Stecken und Stab sein.
Möge er euch nahe sein,
euch erquicken und trösten
so wie ihr es braucht und
möge er euch salben mit Öl
und euch voll einschenken.
So segne euch der Herr
Amen


© Annegret Ellerbusch

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Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. < 4. Mo. 6,24-26 >
Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, / schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. < Ps. 62,9 >
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05.09.2015 13:34 anna-wehra ist offline E-Mail an anna-wehra senden Beiträge von anna-wehra suchen Nehme anna-wehra in deine Freundesliste auf
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